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Ein bis Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeter Begriff für verkaufsfertige Nordseeaustern.
Die Zeit zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar, zu der, wie man sagt, das Zeitenrad stillsteht.
| De eerste Wiespahl | Der erste Wegweiser |
| Ik bün dien Gott. Ik heff die ruthaalt ut den Sklavendeenst. Ik heff di wat to seggen. Dat gifft nix, wat wichtiger is. | Ich bin dein Gott. Ich habe dich aus dem Sklavendienst rausgeholt. Ich habe dir was zu sagen. Es gibt nichts, was wichtiger ist. |
| De tweete Wiespahl | Der zweite Wegweiser |
| Du schast mienen Naam’ nich in’n Mund nehm’ as wenn dat gor nix weer! Dor denk an: Wenn du mi roopen deist, denn höör ik di. | Du sollst meinen Namen nicht in den Mund nehmen, als wenn das gar nichts wäre. Denke daran: Wenn du mich rufst, dann höre ich dich. |
| De drütte Wiespahl | Der dritte Wegweiser |
| Jede Fierdag is een Dag, wo ik bi di to Besöök kaamen will. Du schast denn nich so doon, as wenn du keen Tied för mi harrst. | Jeder Feiertag ist ein Tag, an dem ich bei dir zu Besuch kommen will. Du sollst dann nicht so tun, als ob du keine Zeit für mich hättest. |
| De veerte Wiespahl | Der vierte Wegweiser |
| Dien Vadder blifft dien Vadder un dien Modder dien Modder dien levelang. Se bruukt dien Leev – dor denk an, dat ok du mal oold warden deist! | Dein Vater bleibt dein Vater und deine Mutter deine Mutter, dein Leben lang. Sie brauchen deine Liebe – denke dran, dass auch du mal alt wirst! |
| De föffte Wiespahl | Der fünfte Wegweiser |
| Du schast nie op anner Minschen rümtrampeln, as wenn dat Schiet weer! All hebbt se ehr leven vun mi, un ’keen ehr dat wegnehmen will, kriggt dat mit mi to doon. | Du sollst nie auf andere Menschen rumtrampeln, als wenn das Schiet wäre! Alle haben sie ihr Leben von mir, und wer ihnen das wegnehmen will, kriegt es mit mir zu tun. |
| De sösste Wiespahl | Der sechste Wegweiser |
| Wenn twee Minschen tohoophöört, schast du dar nich twüschen kaamen. | Wenn zwei Menschen zusammengehören, sollst du da nicht zwischen gehen. |
| De söövente Wiespahl | Der siebte Wegweiser |
| Du schast den Minschen blangen di nix wegnehmen, em nich övert Ohr haun un em nich utpoovern! Sorg dor lever för, dat he all’ns hett, wat he to’n Leven bruuken deit. | Du sollst dem Menschen neben dir nichts wegnehmen, ihn nicht übers Ohr hauen und ihn nicht ausrauben! Sorge lieber dafür, dass er alles hat, was er zum Leben braucht. |
| De achde Wiespahl | Der achte Wegweiser |
| Du schast nich leegen un bedreegen un ok nich över anner Lüüd snacken un sluudern! Hölp ehr torecht, anners holl dien Snuut. | Du sollst nicht lügen und betrügen und nicht über andere Leute reden und klatschen. Helfe ihnen klarzukommen und halt’ ansonsten deinen Mund. |
| De neegte Wiespahl | Der neunte Wegweiser |
| Wat smittst du dien Oog op dienen Nahver sien Huus? Dien Tohuus is bi mi. | Was wirfst du dein Auge auf das Haus deines Nachbarn? Dein Zuhause ist bei mir. |
| De teihnte Wiespahl | Der zehnte Wegweiser |
| Du schast nich to dienen Nahver röver schulen, wat de all’ns hett! Dor vergittst du bi, wat ik för di daan heff. | Du sollst nicht zu deinem Nachbarn rüberschielen, was der alles hat! Dabei vergisst du, was ich für dich getan habe. |
Giebel über der Haustür, der im rechten Winkel in das Dach hineingeht.